Aktuelles

"This is me..." von Lisa van der Linden am 24.10.2020

Nachdem auch die SchülerInnen des Profilfachs „English Conversation“ in den ersten Schulwochen nur erahnen konnten, wer sich hinter dem Nasen-Mund-Schutz am Tisch nebenan verbarg, nutzten sie ihre ersten Stunden dazu, sich als Person hinter der Maske vorzustellen – und zwar in Form eines so genannten Lapbooks.

Kleine Klapp- oder Falthefte standen zur Verfügung und mit viel Kreativität und Tatendrang machten sich die FünftklässlerInnen an die Erstellung ihres persönlichen Büchleins. Egal ob die Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes, die Vorstellung der eigenen Familie, die Nennung von Vorlieben und Abneigungen – der Freiheit waren keine Grenzen gesetzt. Dabei machten die SchülerInnen sowohl von Vorkenntnissen aus der Grundschule Gebrauch, als auch von dem Wortschatz, den sie parallel bereits im Englischunterricht erarbeitet haben.

Nach der Fertigstellung des Lapbooks präsentierten sie sich gegenseitig ihre Ergebnisse in englischer Sprache und konnten so erste Unterschiede und Gemeinsamkeiten ausmachen. Spannend war auch, dass Englisch für einige SchülerInnen keineswegs die erste Fremdsprache darstellt – und es wird wohl sicherlich auch nicht die Letzte bleiben :)

Hier finden sich einige Einblicke:

Lapbooks English Conversation Blog - 202021 English Conversation Lapbooks Bild 1 Lapbooks English Conversation Blog - 202021 English Conversation Lapbooks Bild 2 Blog - 202021 English Conversation Lapbooks Bild 3 Blog - 202021 English Conversation Lapbooks Bild 4 Lapbooks English Conversation

WWG ist Stützpunktschule für Tennis! von Markus Hamann am 13.09.2020

Das WWG kann in diesem Schuljahr einen weiteren Teilerfolg hinsichtlich des Ziels „Bayreuths Sport-Gymnasium“ für sich verbuchen.

In Zusammenarbeit mit dem Tennisclub Rot-Weiß Bayreuth und der Firma Dunlop ist es uns gelungen, das WWG ab diesem Schuljahr als Stützpunktschule für Tennis zu etablieren. Dies bedeutet, dass, analog zu den bereits renommierten Stützpunkten für Fußball und Mountainbike, den Schülerinnen und Schülern jetzt auch im Bereich Tennis eine größere Anzahl an Sportunterrichtsstunden und Materialien zur Verfügung stehen. Wir freuen uns, dass wir den erfahrenen DTB-A-Trainer und Cheftrainer des TC Rot-Weiß Bayreuth, Herrn Zbynek Novak, für unseren Stützpunkt Tennis gewinnen konnten.

Dadurch ist es uns möglich, nun neben erstem Schnuppertraining auch die Vorbereitung auf die Wettkämpfe im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ anzubieten. Sowohl interessierte Neulinge als auch leistungssportorientierte Tennisspieler sind uns auf das herzlichste Willkommen und können ab diesem Schuljahr professioneller und noch zielgerichteter gefördert werden.

Ihr und Euer Ansprechpartner am WWG ist Herr Markus Hamann.


 

Diercke Wissen 2020: Caterina ist die zweitbeste Geographieschülerin Oberfrankens! von Frank Leiber am 08.09.2020

Bereits vor den Schulschließungen fand Deutschlands größter Geographiewettbewerb Diercke Wissen 2020 statt und auch die Schüler des WWGs nahmen teil, wobei sich Attila Popp aus der Klasse 6c in der Kategorie „Diercke Wissens-Junioren“ und Caterina Jedeck aus der Q11 in der Kategorie „Diercke Wissen 2020“ als Schulsieger durchsetzten.

Mit Freude und Stolz hat die Schulfamilie des WWGs kürzlich die Nachricht vernommen (wegen Corona hat sich der Wettbewerb verzögert), dass Caterina Jedeck im Bayernentscheid unter den Top Ten des Diercke Wissen 2020 Geographiewettbewerbs platziert ist. Caterina ist bayernweit auf einem sehr guten neunten Platz gelandet (eine Übersicht kann hier eingesehen werden) und im Regierungsbezirk Oberfranken ist sie sogar zweitbeste Geographieschülerin – lediglich der Schulsieger des Gymnasiums Pegnitz erreichte eine noch bessere Platzierung. 

Die sehr beeindruckte Schulfamilie des WWGs gratuliert Caterina Jedeck herzlich zu dieser eindrucksvollen Leistung im Fach Geographie!

Blog - 202021 Diercke Wettbewerb Bild 1

Podcast: In der Schwebe von Elena Quehl am 04.09.2020

Unser Relipodcast zum Schuljahresbeginn kann hier angehört werden.

Wir fühlen uns unsicher, in der Schwebe. Das Bild zu dieser Andacht, welches auf der Homepage zu sehen ist, verdeutlicht unsere Situation:

Man kommt sich vor wie ein Seiltänzer in luftiger Höhe.  Unter uns befindet sich ein wackliger und sehr schmaler Untergrund. Es könnte immer wieder zu einem Lockdown kommen. - Wir können aber nicht einfach umkehren und in das sichere Haus zurück, es geht ins Ungewisse. Schritt für Schritt müssen wir vorwärts.

In unserer Situation, die der des Seiltänzers so ähnelt, frage ich mich: Wie kann ich so balancieren, dass ich vorwärtskomme, dass ich nicht herunterfalle?  Wie kann ich die Balance halten? Erreiche ich den festen Boden unter den Füßen oder bleibt alles in der Schwebe?

 

Und wenn ich falle, gibt es ein Netz, das mich auffängt?

 

Aktuell sehen wir nicht, wie es weitergeht. Oft plagt uns dabei die Angst vor dem Fall oder dem Ungewissen mehr, als wenn eine Situation wirklich konkret eintritt. Denn dann müssten wir handeln.

Hast Du schon einmal ausprobiert, Dich fallen zu lassen und gefangen zu werden? Hat jemand schon einmal seine Arme ausgebreitet und du hast Dich rückwärts hineinfallen lassen?

Es ist eine Riesenhürde. Denn man weiß bis zu dem Moment des Aufgefangenseins nicht, ob man wirklich gehalten wird.

Vertrauen ist herausfordernd. Es ist nicht leicht, Ängste loszulassen und sich fallen zu lassen.

Jesus kann uns hierbei Hoffnung machen und Vorbild sein: Er hat schwierige Momente erlebt, ausgehalten und überwunden.

Gott sagt zu uns: „Du wirst niemals tiefer fallen als in meine Hand“. Lasst uns darauf vertrauen, dass Gott im Himmel uns weiche Wolken zum Auffangen bereitet. Eventuell wird es noch stürmisch und eventuell fallen wir vom Seil. Aber da ist ein weiches Netz, in welchem wir landen. Gottes Liebe lässt uns nicht aufprallen. Er wird uns auffangen, im rechten Moment die Kraft geben, die wir brauchen.

Und während wir wackelnd auf dem Seil stehen: Lasst uns den Blick nicht nach unten, sondern nach oben richten. Lasst uns das Augenmerk nicht mehr auf Ungewissheit, sondern auf Hoffnung und Vertrauen legen. Denn auch wenn in diesem Schuljahr noch Vieles in der Schwebe bleibt, so steht für uns Christen doch das fest, was der Psalmbeter im AT so ausdrückt:

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es, mein Gott; du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Auszug aus dem Psalm 139)
Es segne uns und behüte uns der barmherzige Gott. Amen.

Unser 12. Reli Podcast ist online! von Hubert Hagen am 23.07.2020

Mit der 12. Folge des Reli-Podcasts wünschen euch eure Relilehrerinnen und Relilehrer eine gute, gesegnete und vor allem gesunde Ferien- und Urlaubszeit.

 

 

Bundessiegerin im europäischen Wettbewerb von am 17.07.2020

Ein besonderes Lob für ihre Teilnahme erfuhr Franziska Löwel aus der Klasse 10dn mit ihrem eingereichten Bild zum Thema „Mein europäisches Sichtfenster“. Sie erzielte einen Bundessieg, zu dem wir ihr recht herzlich gratulieren. Der relativ kurze Begleittext zu dieser Aufgabenstellung hieß: „Ein Blick aus dem Fenster. Eine Momentaufnahme. Was siehst du?“ Franziska notierte in diesem Moment den Blick auf das aufgebaute Winterdorf in Bayreuth am Alten Schloss inmitten historischer Altbauten. Indem Franziska in impressionistischer Malweise mit Tupfen und Punkten die Farbe (Aquarellfarbe) auftrug, brachte sie das lebhafte und geschäftige Treiben der Menschen an dieser Stelle besonders gut zum Ausdruck.

Ein kleiner Podcast zum Bild von Franziska Löwel finden Sie HIER!

Blog - 2020 Europ. Wettbewerb Bild 1

 

Aufatmen - geschafft! von Lilo Kothmann und Elke Thein am 13.07.2020

Hier geht es zum Reli Podcast Andacht 11 zur Verabschiedung unserer Abiturienten am 17.7. 2020

Ein Aufatmen geht durch die Reihen! Das Abi ist tatsächlich trotz Corona über die Bühne gegangen und es gibt jetzt tatsächlich eine Abifeier.

Viele von uns hatten wohl in der Zeit des Lockdowns  und bei den mit ihm verbundenen Unsicherheiten und Erschütterungen die Angst, dass sie alles nicht mehr schaffen und dass ihnen die Luft ausgeht. Aber nun können wir Atem holen, durchschnaufen, feiern!

Aufatmen - das gilt für euch Abiturienten, für eure Eltern, aber auch für uns Lehrer. Oft waren wir so im Strudel der Ereignisse mitgerissen, dass uns der Atem gestockt hat.

Aufatmen – trotz der Corona-Maske, die uns buchstäblich das Atemholen erschwert  und die doch so wichtig ist als Schutz für uns selbst und die anderen.

Auch wenn uns manche Einschränkungen noch nerven, ist es nicht selbstverständlich, dass wir bis jetzt so gut durch diese Krise gekommen sind. Wir haben allen Grund, Gott dafür dankbar zu sein. Gott ist es, der uns unser Leben geschenkt hat, der uns Menschen den Lebensodem, seinen Atem eingehaucht hat, wie es so anschaulich im 2. Schöpfungsbericht heißt. Gott ist es, der unser Leben erhält und uns begleitet. Deshalb wollen wir ihm dafür danken, dass er uns in der zurückliegenden Abizeit einen langen Atem geschenkt hat, dass er uns bei allen Herausforderungen in der Schule Mut und Kraft gegeben hat, sodass wir uns immer wieder motivieren konnten. Und wir bitten Gott darum, dass er bei uns bleibt, denn wir werden wohl noch Geduld und einen langen Atem brauchen.

Doch jetzt wollen wir uns erst einmal über das bestandene Abi freuen, eine Atempause einlegen, in der wir wieder zu Atem kommen und neuen Atem schöpfen.

Ein Lied aus unserem Evangelischen Gesangbuch nimmt diese Gedanken auf (EG 432,1)

Gott gab uns Atem, damit wir leben, er gab uns Augen, dass wir uns sehn.

Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

Euch Abiturienten wünschen wir Gottes guten Atem, seinen Leben schaffenden Geist für alles Neue, was vor euch liegt, dass ihr eure neuen Aufgaben mutig und zuversichtlich anpacken könnt.

Gott segne und behüte euch. Amen.

 

Reli Podcast Andacht 11 zur Verabschiedung unserer Abiturienten am 17.7. 2020

Sportunterricht im restlichen Schuljahr 19/20 von Markus Hamann am 30.06.2020

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern,

 

aufgrund eines aktuellen kultusministeriellen Schreibens dürfte der Sportunterricht ab sofort wieder aufgenommen werden. Die Auflagen, die in diesem Schreiben gestellt werden, sind leider so umfangreich, dass diese für Euch und für uns als Sportfachschaft nicht vollumfänglich einzuhalten sind. Das Schul-Team hat sich deshalb dazu entschieden, die Sport- bzw. Schwimmstunden in jeder Klasse für zusätzlichen Unterricht in den Kernfächern zu verwenden. Wir Sportlehrerinnen und Sportlehrer bedauern es mindestens genauso wie ihr, dass wir keinen Sportunterricht erteilen dürfen, sehen aber in der aktuelle Situation die Chance, durch zusätzliche Stunden in den Kernfächern Lücken bis zum Ende des Schuljahres schließen zu können.

Damit Ihr Euch aber trotzdem ein bisschen fit halten könnt, haben wir für Euch folgende Möglichkeiten zusammengestellt:

 

  • Im Rahmen unserer Teilnahme am Fit-4-Future-Teens-Projekt, eine Initiative der Cleven-Stiftung, stehen Ihnen und Euch viele Übungen unter folgendem Link https://teens.fit-4-future.de/ zur Verfügung.

 

  • Auch bietet ALBA Berlin schon seit einiger Zeit eine tägliche Sportstunde, gestaffelt nach Kita, Grund- und weiterführende Schulen an.

 

  • Darüberhinaus hat sich unser Sportkollege Sebastian Lattermann die Mühe gemacht, einige Workouts für zu Hause selbst zu erstellen. Schaut einfach mal bei ihm in seinem MEBIS-Kurs „Quarantäne Workout WWG“ rein.

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Eure Sport-Fachschaft

 

 

Hip, hip, hooray! von Lisa van der Linden am 25.06.2020

Dass auch in diesem Schuljahr unsere vorab qualifizierten Jahrgangsbesten der Klassenstufen 5-9 am europaweit durchgeführten Englischwettbewerb „The Big Challenge“ teilnehmen würden, stand bereits seit einiger Zeit fest. Nur in welcher Form der alljährliche Wettbewerb durchgeführt werden würde, das stand – coronabedingt – lange in den Sternen. Letzten Endes stellten wir unser System kurzerhand um und unsere qualifizierten Schülerinnen und Schüler nahmen in der ersten Woche der Pfingstferien von Zuhause aus an der Online-Version des Wettbewerbs teil.

Vor wenigen Tagen war es dann soweit: Unsere diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten ihre lang ersehnten Ergebnisse.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Jahr Tim Dietz (5e), der nicht nur innerhalb seines Jahrgangs überzeugte, sondern auch einen hervorragenden bayernweiten 1. Platz sowie einen überragenden deutschlandweiten 9. Platz belegte!

Von ihren Englischlehrkräften erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger nun Urkunden, Lektüren, Schülerkalender, Poster, Flaggen und weitere Sachpreise. Den Jahrgangsbesten der Klassenstufen 5-9 werden zusätzlich noch eine Medaille für herausragende Leistungen übergeben.

In diesem Schuljahr sind unsere Schulbesten des Big-Challenge-Wettbewerbs:

- aus den 5. Klassen: Tim Dietz (5e), Attila Popp (5c), Annabell Spree (5d)

- aus den 6. Klassen: Jonas Schmitt (6d), Hanna Foerster (6d), Nicolai Heizenreider (6d)

- aus den 7. Klassen: Kim Dippold (7d), Marta Carson (7c), Marcel Dorschner (7c)

- aus den 8. Klassen: Mia Kastl (8a), Marius Gross (8m), Anne Gubitz (8m)

- aus den 9. Klassen: Nino Fischer (9n), Maximilian Scholz (9c), Rebecca Schämann (9n)

 

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und -trägern sehr herzlich!

 

Wer an ähnliche Erfolge anknüpfen möchte und spielerisch sein Englisch verbessern will, kann das hier in der Game Zone tun. Auch ein Blick in die English Corner unserer Jugendbibliothek lohnt sich!

Reli Podcast Andacht 10 von Christian Kämpf am 15.06.2020

Besteht eigentlich für Gott auch Maskenpflicht? Hier kommt unser Podcast10-MaskenpflichtfuerGott.mp3

Liebe WWG’ler, liebe Schüler, liebe Eltern und liebe Kollegen,

alle Schüler können nun wieder schrittweise in die Schule zurückkehren und auch viele Lehrer geben dort bereits wieder Unterricht. Die Normalität kehrt langsam zurück.

Ist das wirklich so? Als ich an einem Montagmorgen das erste Mal wieder in die Schule zurückkehren durfte, freute ich mich sehr darauf, meine Kollegen und Schüler wiederzusehen und ich durfte einige von ihnen direkt am Foyer begrüßen. Ich bemühte mich sehr ihnen allen so viel Normalität wie möglich zu vermitteln und sie deshalb mit einem freundlichen Lächeln zu begrüßen. Doch irgendwie gelang es mir nicht so recht. Auch die freundlichen Begrüßungen der Schüler konnte ich nur erahnen. Denn wie auch an vielen anderen öffentlichen Orten müssen wir nach wie vor alle eine Schutzmaske tragen. Irgendwie wurde unsere Kommunikation dadurch gestört. Viele Emotionen sind mit Maske nicht mehr so leicht wahrnehmbar und auch das Sprechen durch sie ist viel undeutlicher. Es ist schwieriger geworden die Persönlichkeit seines Gegenübers wahrzunehmen. Ist er mir freundlich gesinnt, ärgert er sich über mich, liebt oder hasst er mich?

Wie ist das eigentlich bei Gott? Trägt Gott auch eine Schutzmaske? Diese Frage sollte doch erlaubt sein, immerhin geht Gott auch im Garten Eden spazieren (Gen 3,8), lacht über die Herren dieser Welt (Ps 2,4), riecht das wohlgefällige Opfer Noahs (Gen 8,21) und ruft die Völker von den Enden der Erde (Jes 5,26). Natürlich ist dies eine bildhafte Sprache.

Obwohl unsere Vorstellung von Gott, dem Vater oft sehr menschlich ist, gehen sie doch sehr an den Erscheinungen Gottes vorbei. Das Alte und Neue Testament sprechen hier zunächst eine sehr eindeutige Sprache: Kein Mensch hat jemals das Antlitz und die Herrlichkeit Gottes gesehen (Joh 1,18, Exo 33,22). Gott hält sich verborgen und begegnet uns nur indirekt, da kein Mensch es ertragen könnte, ihn zu sehen. Bildhaft gesprochen trägt Gott eine Schutzmaske, um uns zu schützen. Ist dies nicht auch eine Erfahrung, die viele Menschen machen und die sie Gott vorwerfen? Haben wir nicht alle schon mal eine Ferne von Gott gespürt, so als würde er sich vor uns verstecken? Wo ist Gott? Warum greift er nicht in das Leid der Menschen ein? Wie kann ich denn wissen, wie Gott ist, wenn er sich nicht ganz umfänglich und für jeden erkennbar zeigt? Wie soll ich ihm dann vertrauen können? Woher weiß ich, dass wenn er seine Maske abnimmt, er mir freundlich gesinnt ist und mich anlächelt?

Als Christ glaube ich, dass Gott einmal seine Maske ganz abgenommen hat, um uns sein wahres Angesicht zu zeigen. Sodass wir Ihm unverhüllt ins Gesicht schauen können. Er hat es getan, um uns zu zeigen, wie er über uns denkt. Im Johannesevangelium sagt Jesus einmal:

Wer mich sieht, der sieht [Gott] den Vater. (Joh 14,9)

Das bedeutet, dass wenn man auf Jesus Christus schaut, man Gott ansieht. Wenn man die Worte Jesu hört, Gottes Worte hört. Durch das Wesen und die Werke Jesu Christi können wir Gottes Wesen und Wirken erkennen.

Was erfahren wir durch Jesus Christus von Gott? In erster Linie nicht das, was man immer schon über Gott wusste. Das, worüber sich die Philosophen schon immer den Kopf zerbrochen haben. Z.B. die Allmächtigkeit und Allwissenheit Gottes. Also all das, was man über Gott auch mit Schutzmaske ablesen könnte. In Jesus Christus zeigt sich Gott von seiner Innenseite: Er zeigt dir sein Angesicht. Er zeigt dir seine ganzen Emotionen, sein Herz. Er zeigt dir, wie er über dich denkt und er hat dir etwas zu sagen. Diese Botschaft wurde deshalb von Anfang an Evangelium genannt, zu Deutsch Gute Nachricht. Weil sie eben eine so unschlagbar gute und durchweg positive Nachricht ist. Ich möchte sie uns heute wieder in Erinnerung rufen und lese dazu ein paar Verse aus dem 8. Kapitel des Römerbriefes.

Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschonte, sondern ihn für uns alle dahingegen hat. Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? […] Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst, Verfolgung oder Hunger, Entbehrung oder Gefahr oder Schwert? […] Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur, uns von der Liebe Gottes zu scheiden vermag, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Röm 8,31-32.35.37-39)

Trägt Gott also auch eine Schutzmaske? Eines wurde klar, in Jesus nimmt Gott, der Vater diese Maske ab und zeigt sich uns Menschen vollkommen.

Was gibt mir in diesen Tagen Hoffnung und Trost? Kurz gesagt, dass der, der Himmel und Erde geschaffen hat, mich ohne Maske und in voller Liebe ansieht und ich mich deshalb vertrauensvoll an ihn wenden kann.

Reli Podcast Andacht 9 von Elke Thein am 29.05.2020

Schon wieder Ferien, Pfingstferien!

Warum eigentlich? Was ist an Pfingsten so wichtig, dass es gleich zwei Wochen Ferien gibt?

„An Pfingsten feiern wir Geburtstag.“ So würde man es Kindern in der Unterstufe erklären.

„Aber wer ist das Geburtstagskind?“

„Na, die Kirche, die Gemeinschaft der Christen; die Kirche hat an Pfingsten Geburtstag und damit wir alle, die wir getauft sind.“

Zugegeben, eine etwas simple Beschreibung von Pfingsten, aber dennoch eine zutreffende.

Denn was ist am ersten Pfingstfest in Jerusalem passiert? Nach Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu haben die noch immer ängstlichen und verwirrten Jünger  den Heiligen Geist bekommen, das heißt sie haben gespürt, dass Jesus nicht verschwunden ist, sondern dass er durch den Geist Gottes ganz nah bei ihnen ist. Sie waren geradezu überwältigt von der Kraft und dem Mut, den sie plötzlich hatten. Sie, die ungebildeten Fischer, trauen sich von Jesus zu erzählen – vor allen Leuten.

Viele Leute hören ihnen zu und die Worte zeigen Wirkung, sie treffen mitten ins Herz. Die Menschen wollen mehr erfahren von dem, was die Jünger über Jesus und Gott erzählen. Ja, sie wollen auch zu diesem Jesus gehören. So lassen sich viele Menschen taufen und „gründen“ sozusagen in Jerusalem die erste christliche Gemeinschaft, die erste Kirche.

Fortan treffen sie sich regelmäßig, reden und beten miteinander, feiern Abendmahl, helfen einander – auch in materiellen Nöten. Und die christliche Gemeinde wächst. Immer mehr lassen sich taufen und beginnen ein ganz neues Leben als Christen.

Gott schenkt ihnen die Fähigkeiten und Talente, die sie für ihr Zusammenleben brauchen: Manche können gut erzählen und erklären. Andere haben Organisationstalent oder handwerkliche Fähigkeiten. Wieder andere können gut zuhören und anderen Menschen beistehen. Der Apostel Paulus beschreibt das so:

„Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.“ (1 Kor 12, 4-6)

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1.Kor13,13)

Die Liebe ist das Wichtigste für die Christen, für die christliche Kirche.

So war das damals in Jerusalem, deshalb Pfingsten als „Geburtstag der Kirche“. Und dasselbe gilt auch für unsere christliche Kirche heute.

Deshalb: Lasst uns das Pfingstfest feiern, nicht nur, weil Ferien sind und kleinere Reisen wieder möglich sind; nicht nur, weil es nach den Ferien schulmäßig wieder etwas normaler wird, nicht nur weil wir uns mit Freunden und Verwandten wieder treffen dürfen. Alles Gründe zur Freude und Dankbarkeit!

Lasst uns an Pfingsten in erster Linie feiern, dass Gottes Geist in der Taufe nahe zu uns gekommen ist und wir in Gottes Gegenwart und in der Gemeinschaft mit anderen Christen leben dürfen.

Happy birthday, Kirche! Euch allen ein frohes Pfingstfest und schöne Ferien.

Informationen zur zweiten Fremdsprache von Katharina Haude und Bianca Beck am 25.05.2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
in diesem Schuljahr müssen sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe zwischen Latein und Französisch als 2. Fremdsprache entscheiden. Leider muss auch unser vorgesehener Informationsabend zur Sprachenwahl aufgrund der aktuellen „Corona-Situation“ entfallen. Um euch und Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, möchten wir Ihnen und euch einige grundlegende Informationen mit einer Broschüre (Elternportal) an die Hand geben.

Außerdem finden Sie und ihr hier zwei kurze Filmclips bei Youtube zu den beiden Sprachen:

 

Reli Podcast Andacht 8 von Michael Braun am 25.05.2020

Über Starke und Schwache ...

Hier geht es zu unserem Podcast8.mp3!

Liebe Eltern! Liebe Schülerinnen und Schüler!

Jetzt aber los! Die Meisten wollen wieder in die Schule. Viele freuen sich: Die Oberstufe darf seit Ende April wieder ins Schulgebäude. Die 5. und 6. Klassen sind seit dem 18. Mai wieder dabei. Es sind nur kleine Gruppen. Ein Stück Normalität kehrt zurück.

„Wieder in der Schule zu sein“ muss von zwei Seiten betrachtet werden. Es gibt die schöne Seite: Freunde sehen sich wieder. Es kann gelacht, geredet und erzählt werden. Im Unterricht wird Zeit produktiv verbracht – ohne Faulenzen.

Gleichzeitig ist die Corona-Krankheit noch nicht besiegt. Menschen stecken sich weiter an. Diese Tatsache bestimmt den neuen Schulalltag: Lehrer halten sich auf Distanz zu den Schülern. Die Klassenstufen machen getrennt Pause. Das Betreten und das Verlassen des Schulgebäudes sind organisiert.

Müssen diese Maßnahmen sein? Kinder sind stark und gesund. Sie werden eine Infektion wegstecken! Von manchen werden Kinder als die „Starken“ gesehen. Sie sind stark, weil sie jung und gesund sind. Sie sind stark und können eine Infektion überstehen. Ich frage mich: Ist das so oder täuscht man sich?

Schon in der Bibel findet man die Diskussion über Schwache und Starke. In der Gemeinde von Korinth waren die stark, die frei und selbstbewusst lebten. Ihr Glaube machte sie unbeschwert und lebensfroh. Daneben waren die Schwachen. Sie hatten Zweifel und Sorge. Regeln gaben ihren Leben einen Rahmen. Sie brauchten Regeln, um sich gut und ein Stück sorgloser zu fühlen.

Diese Diskussion herrscht auch in der Schule: Ich will frei und ohne Einschränkungen mit Freunden reden – OHNE Maske. Ich will neben meinen Freunden im Klassenzimmer sitzen – OHNE 1,5 Meter Abstand.

Die eigene Stärke … das eigene Selbstbewusstsein zeigt sich im Trotz gegen Regeln, die Schwache schützen. Was, wenn jemand an Corona erkrankt? Gesunde – Starke – werden die Infektion leichter überstehen. Daneben gibt es die Allergiker und Asthmatiker. Sie werden zu kämpfen haben.

Der Apostel Paulus sieht wahre Stärke nicht in körperlicher Gesundheit. Auch Stärke kann als Leichtsinn Schwäche sein. Der Apostel Paulus sieht wahre Stärke darin, wenn die Starken sich um die Schwachen kümmern. So sagt Paulus mit gutem Grund: „Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand sucht das Seine, sondern was dem andern dient.“ (1.Kor 10, 23+24)

Liebe Grüße, euer Pfarrer Michael Braun

Reli Podcast Andacht 7 von Hubert Hagen am 15.05.2020

Miteinander

Hier finden Sie unseren nächsten Reli-Podcast:

https://youtu.be/Vz7QgwRU6Zg
 

Reli Podcast Andacht 6 von Elena Quehl am 04.05.2020

Was macht mich eigentlich aus?

 

Liebe WWGler, liebe Schüler, Eltern, Kollegen und Schulangehörige, ich lade Sie und euch heute zu einer kurzen Andacht ein.

 

Gott, was macht mich eigentlich noch aus?

Eine Schülerin erzählte mir, dass sie gerade selbstbewusster wird, sich auf sich selbst besinnt. -

Sich selbst bewusst werden, kann zu einem neuen Vertrauen in sich selbst führen. Sich selbst wahrnehmen, kennenlernen und akzeptieren lernen.

Gerade weil wir wissen, dass Gott uns in seinem Sohn Jesus Christus bedingungslos und voraussetzungslos angenommen hat, dürfen, nein können wir von ganzem Herzen Ja zu uns selbst sagen.

Ich finde das bemerkenswert. Denn viele fragen sich in Anbetracht der neuen Situation gerade, was sie eigentlich ausmacht:

Ohne Freunde zu sehen? Ohne in der Schule zu sein? Ohne das Miteinander im Klassenraum? Ohne die Rollen, die mir über Jahre täglich zugeschrieben wurden?

 

Gott, was macht mich eigentlich noch aus?

 

Ich war Schüler oder Schülerin. Ich war Klassenbester oder Klassenclown, immer laut und schnell oder unauffällig und ruhig.

Ich war derjenige, der mit dem Bus zur Schule fuhr, die, die mit dem Fahrrad kam.

Ich war derjenige, der immer in der Cafeteria Mittag aß und danach zur OGS ging. Oder ich war diejenige, die am Nachmittag zum Fußball oder Tennis ging. Die Gemeinschaftssport liebte.

Ich war ich in der Gemeinschaft mit anderen.  und…       Gott, wer bin ich nun? -

 

Wir werden immer wieder erleben, dass sich die Rahmenbedingungen oder unser Umfeld verändern und wir uns anpassen müssen. Mit dem Abi in der Tasche in eine neue Welt, ein Umzug in eine neue Wohnung, die Geburt oder der Auszug eines Geschwisterkindes, die Trennung der Eltern, … Bei all den Veränderungen dürfen wir immer wieder erfahren, dass wir dabei nicht alleine sind.

Dass wir vor Gott nicht nur Klassenclown oder Klassenbeste sind. Vor Gott sind wir das volle Programm. Person zu 100%! Mit allen Facetten! Laut und leise. Gutmütig und bösartig. Ich bin mehr als die Summe der verschiedenen Rollen! Ich bin durchschaut und angesehen. Geschaffen und geliebt – durch ihn den Schöpfer und Erhalter der Welt. Er gibt mir Identität und Wert, ich muss nicht in anderen Menschen oder auch den Rollen, die mir zugeschrieben werden, danach suchen. Ich kann Gott bitten mir mehr von seinen guten Gedanken (über mich) zu zeigen.

Deshalb darf ich sagen. Ich war, bin und werde Kind Gottes sein, niemals gleich, stets in Veränderung. Mit viel Potential, derjenige zu werden, der wir sein wollen und können. Ich bin fehlbar, ich bin Mensch. Ich bin auf dem Weg. Ich darf nach meiner Rolle suchen, sie finden und verlassen. Das alles ohne dabei mein Personsein zu verlieren. Ich bin und bleibe Gottes Kind.

Beten wir gemeinsam den Psalm 139:

Ein Psalm Davids, vorzusingen.

HERR, du erforschest mich

und kennest mich.

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;

du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich

und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,

das du, HERR, nicht schon wüsstest.

Von allen Seiten umgibst du mich

und hältst deine Hand über mir.

Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,

ich kann sie nicht begreifen.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,

und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich gen Himmel, so bist du da;

bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

 

 

Nähme ich Flügel der Morgenröte

und bliebe am äußersten Meer,

so würde auch dort deine Hand mich führen

und deine Rechte mich halten.

Spräche ich: Finsternis möge mich decken

und Nacht statt Licht um mich sein –,

so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,

und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.

Denn du hast meine Nieren bereitet

und hast mich gebildet im Mutterleibe.

Ich danke dir dafür,

dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde,

als ich gebildet wurde unten in der Erde.

Deine Augen sahen mich,

als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

AMEN.

 

Gott, wir bitten Dich.

Hilf allen, die gerade sehr mit sich beschäftigt sind.

Die merken, dass sie sich vor der Corona-Zeit sehr viel ablenkten und sich wenig Zeit für sich nahmen.

Unterstütze Du alle, die aktuell herausgefordert sind, in ihrer neuen Rolle als

Homeschool-Schüler, als Kümmerer gegenüber den kleinen Geschwistern oder als „Es merkt doch sowieso niemand, ob ich arbeite“- Schüler.

Du siehst uns alle an – mit liebevollen Augen.

Schenke Du uns, dass jeder sich annehmen kann, wie Du uns annimmst.

Amen!

 

Bild: https://www.pexels.com/de-de/foto/baume-design-drama-draussen-189449/

 

Nachwuchs im Aquarium von am 28.04.2020

Am WWG gibt es einen neuen kleinen Mitbewohner! Noch etwas schüchtern versteckt sich der kleine Malawiseebarsch unter seinen 45 Artgenossen. Ob er ein gelber, blauer oder orangener Malawisebarsch wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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Reli Podcast Andacht 5 von Elke Thein am 27.04.2020

„…und ihr sollt auch leben.“ - Podcast5.mp3

Liebe Schüler und Schülerinnen, liebe Eltern, Kolleginnen und Kollegen,

Ich erinnere mich noch gut an die Religionsstunde in meiner 6. Klasse direkt nach den Faschingsferien. Passend zum Kirchenjahr ging es um den Sinn der Passionszeit, der Fastenzeit, als Vorbereitung auf Ostern. Viele Menschen verzichten sieben Wochen lang bewusst auf Dinge, die ihnen lieb geworden sind, ihnen aber nicht immer guttun, und manch einer hat schon die Erfahrung gemacht, dass er nach einer Zeit der Abstinenz manches wieder neu und in rechtem Maß schätzen gelernt hat.

Worauf könnten nun die Schüler verzichten? Meistens werden da als Erstes Süßigkeiten oder Pizza genannt oder auch übermäßiger Handygebrauch.

Worauf noch?

„Schule!“ schreit da ein vorwitziger Schüler und alle stimmen begeistert zu. Ja, auf Schule würden alle gern verzichten. Aber dass das in diesem Jahr wirklich wahr würde, damit hätte tatsächlich wohl niemand gerechnet. Und inzwischen würde sich die Begeisterung über den Schulverzicht wohl in Grenzen halten angesichts von „home learning“ und Kontaktverboten und der Aussicht, dass das auch nach den Osterferien für die meisten Schüler so weitergeht.

Verzicht – vor allem wenn er nicht freiwillig geschieht- schmerzt. Es tut weh, seine Freunde und Verwandten nicht besuchen zu können, auf eine lange geplante Reise oder ein Fest verzichten zu müssen oder wie bei mir die Kinder und den Enkel nur per Videokonferenz zu sehen und die Ostergottesdienste nur am Bildschirm zu erleben. Die reale Gemeinschaft face to face kann das nur bedingt ersetzen.

Und doch empfinde ich die Osterzeit heuer intensiver als sonst, obwohl oder vielleicht sogar weil das liebgewordene „Drumherum“ fehlt.

Jesus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Verzicht, Angst, Not und auch der Tod haben nicht das letzte Wort. Darum geht es an Ostern.

Jesus lebt – Gott hat uns nicht verlassen!

Das haben die Emmausjünger erlebt, als sie das Abendmahl gefeiert haben. Das hat Maria Magdalena erfahren, als Jesus sie ganz persönlich mit ihrem Namen anspricht. Und auch dem zweifelnden Thomas ist klar geworden, dass der Gekreuzigte der Auferstandene ist. Den Apostel Paulus hat die Begegnung mit dem Auferstandenen gar buchstäblich umgehauen vor Damaskus und seinem Leben eine ganz neue Wendung gegeben.

Gott ist da, auch wenn wir es vor lauter Sorgen und Traurigkeit nicht gleich merken. Gott ist da, auch wenn wir ganz und gar nicht damit rechnen.

„Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ sagt Jesus im Johannesevangelium. (Joh 14,19)

Diese Osterbotschaft gilt für uns alle- auch und gerade jetzt.

Bleibt behütet von unserem Gott. Amen.

Reli Podcast Andacht 4 von Pfarrer Michael Braun am 16.04.2020

„Alles wird wieder gut!“ „Die Krise geht vorbei!“ „Die Folgen werden nicht so schlimm.“ Worte des Trostes. Sie werden in den letzten Wochen oft gesprochen. Diese Worte wollen Hoffnung schüren und trösten. Manche freuen sich. Vielen gehen diese Worte auf die Nerven. Ich lasse heute Paulus sprechen, der einen Weg zu wahrer Hoffnung zeigt.

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Liebe Eltern! Liebe Schülerinnen und Schüler!

Jetzt reicht es langsam! Im Supermarkt sehe ich Kunden mit Mundschutz herumlaufen. In Bayreuth patrouilliert die Polizei und fordert Passanten auf, nirgendwo sitzen zu bleiben. Zu Hause ist Home-Schooling, Home-Office und zwischenmenschliches Chaos angesagt – zwischen „Sich-auf-die-Nerven-Gehen“ und „Sich-aus-dem-Weg-gehen“.

Manche verkünden Hoffnung: „In wenigen Wochen ist alles vorbei.“ „Alles wird nicht so schlimm!“ Viele meinen diese Worte ernst. Doch das Problem mit diesen Worten ist, sie kommen oft zu kurz. Hoffnung wird zu einer Art Taktik. Hoffnung wird geschürt, um über die harte Realität hinwegzutrösten. Hinweg über Sorge, Angst und Unsicherheit.

Mir werden Worte der Bibel wichtig. Sie meiden Hoffnung als Taktik. Sie betonen Geduld, die sich Problemen stellt. Im Brief des Paulus an die Römer heißt es: Wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zu schanden werden; … (Röm 5, 3-5) Paulus will mit seinen Worten nicht vertrösten. Er will einen Weg zeigen, wie du und ich durch Bedrängnis, durch eine Krise hindurch wahre Hoffnung finden.

Viele müssen im Moment Geduld zeigen. Eltern bringen geduldig ihre Kinder zum Lernen und beschäftigen sie irgendwie. Schülerinnen und Schüler müssen Geduld aufbringen: Sie sollen in den Corona-Ferien aufstehen und lernen. Die Freunde sieht man vielleicht erst im Mai wieder!

Geduld fordert dem Menschen etwas ab, was er freiwillig ungern tut. Geduld kostet Ausdauer, Kraft und Nerven. Doch Geduld lohnt sich. Geduld schenkt Bewährung in einer gefährlichen Zeit. Hoffentlich bleibe ich vor Corona bewahrt, weil ich geduldig zu Hause bleibe.

Wer Geduld zeigt, wird unverhoffte Freuden finden. Vielleicht wird die Krise zu einer Chance für Mathe und für Deutsch, für das Familienleben und für mich persönlich. Vielleicht hat jemand die Zeit mit seinen Eltern genossen und gemerkt: Auch Mama kann cool sein!

Die Corona-Krise stellt unsere Welt auf den Kopf, hoffentlich findet jeder Neues, das ihn fröhlich und zuversichtlich stimmt. So kommt das Ende der Krise hoffentlich schneller als gedacht und hoffentlich mit neuen, überraschenden Ergebnissen.

Liebe Grüße, euer Pfarrer Michael Braun

Coronavirus von (Mio Feulner, Klasse 6b) am 16.04.2020

Quarantäne - so heißt die Zeit,

während der jeder bei sich zuhause bleibt.

Die Ausgangssperre ist verhängt,

was jeden von uns zuhause beengt.

Coronavirus ist kein Fake,

das uns zum Spaß zuhause hält.

Nur wenn wir alle zusammenhalten,

können wir das Virus fern von uns halten.

Söder sagte am 13. März:

Alle Schulen und Kitas werden gesperrt.

An manchen Orten war die Schule schon zu,

doch jetzt herrscht überall Ruh.

Sei ein Held und geh nicht raus,

sonst hört die Krankheit niemals auf.

Die Hamsterkäufe sind in Betrieb,

doch bitte, Leute, bleibt schön lieb.

Das Toilettenpapier ist ausverkauft,

und mir geht langsam die Zeitung aus.

Die hat zwar nicht so gut funktioniert,

doch immerhin zu ihren Zwecken geführt.

Seid auf der Hut,

aber schiebt keine Panik, denn das gibt nur Wut.

Trotz Skype, WhatsApp und Telefon können wir uns live nicht berühren.

Homeoffice so heißt die Zeit,

in der Corona die Arbeit vertreibt.

Doch Freizeit bedeutet das nicht,

es ist die Arbeit im eigenen Licht.

 

Drum bleib zuhaus und warte ab,

sonst geht’s nochmal den Berg hinab.

Man rät jetzt allen, Groß und Klein,

steigert euch da nicht zu sehr rein.

Eines Tages wird die Medizin dastehen,

was uns ermöglicht wieder zusammen zu gehen.

Irgendwann wird’s vorübergehen

und wenn wir uns dann alle wiedersehen,

wird alles gleich nochmal so schön.

Reli Podcast Andacht 3 von am 15.04.2020

Zu Zeiten, in denen das schulische Miteinander so ganz anders ist, möchten eure Religionslehrerinnen und –lehrer euch weiterhin begleiten.

In der dritten Folge des Reli-Podcast geht es um Ostern, das nicht nur in diesem Jahr, sondern schon immer „ganz anders“ ist.

 

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