Unser Konsumverhalten beeinflusst die globale Wirtschaftsentwicklung und bestimmt die Lebensqualität der Menschen weltweit. Den Verbrauchern ist jedoch allzu selten bewusst, dass gerade der Export von landwirtschaftlichen Gütern aus den Tropen und Subtropen in die Industriestaaten mit zahlreichen sozialen, ökonomischen und ökologischen Problemen verbunden ist. Dies führt unter anderem zu Einkommen unterhalb der Armutsgrenze, zu Kinderarbeit, zum Fehlen ausreichender medizinischer Grundversorgung und zu unmenschlichen Arbeitsbedingungen in den Erzeugerländern.
Um dieses Bewusstsein zu stärken, besuchten die Schüler der 10. Klassen in der Weihnachtswoche den Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth und verbrachten einen interaktiven Projekttag zum Thema „FAIR-Handlungssache – Warum ‚FairTrade‘ für uns und die Welt wichtig ist“.
Das WWG ist seit mehreren Jahren offiziell zertifizierte „Fairtrade School“ und setzt sich intensiv mit Themen des fairen Handels bzw. nachhaltigen Handelns auseinander. Das Projekt sollte zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anregen, indem die FairTrade-Forscher sich zunächst auf der Weltkarte orientierten bzw. tropische Anbauprodukte wie Kaffee, Kakao, Baumwolle und Bananen verorteten. Im Anschluss schaute man sich jene Pflanzen in den Gewächshäusern an und wanderte durch verschiedenste Klima- und Vegetationszonen. Im zweiten Teil des Projekttages verwandelten sich die Schüler in Kleinbauern, Zwischenhändler, Schokoladenfabrikanten sowie Leiter von großen Supermarktketten, wobei bald klar wurde, dass die Kleinbauern in den tropischen Ländern am wenigsten an einer Tafel Schokolade verdienen. Es wurden Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation der Kleinbauern diskutiert und letztlich der faire Handel als sinnvolle Option kennengelernt. Eine weitere Alternative wurde am Beispiel der Firma „FairAfric“ erläutert, wobei jene Schokoladentafeln unter streng kontrollierten Bedingungen direkt vor Ort in Ghana hergestellt und ohne Umwege an die (Welt)Läden in Deutschland verkauft werden, sodass Zwischenhändler umgangen werden und letztlich ein höherer Verdienst für die Kleinbauern in Ghana zu verzeichnen ist.
Fazit: Eine fair gehandelte Schokoladentafel ist zwar im Laden teurer, kann aber mit gutem Gewissen genossen werden, denn: Kaufe FAIR, genieße sehr!








