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Schulchronik
Die Geschichte des WWG

 

1965 - Beschluss des Stadtrates über die Eröffnung eines wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges an der städtischen Handelsschule

Der Beschluss des Stadtrats vom 23. Juni wurde am 2. November vom Staatsministerium für Unterricht und Kultur bestätigt. Genehmigt wurde erst einmal eine vierklassige höhere Lehranstalt, die von der 7. Klasse bis zur Oberstufenreife, also bis zur 10. Klasse, geführt werden sollte. Obwohl das WWG anfangs noch Tel der Städtischen Handelsschule war, wurde festgelegt, dass der Unterricht ausschließlich von Lehrkräften mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien erteilt werden darf. Frau Ilse Bader, die damals die Handelsschule leitete, wurde damit die erste Direktorin des WWG.

1968 - Genehmigung zum Aufbau einer gymnasialen Oberstufe

Der Beschluss zum Aufbau der Oberstufe mit den Klassen 11 bis 13 wurde am 3. Mai 1968 vom Stadtrat einstimmig gefasst. Der damalige Oberbürgermeister Hans-Walter Wild war stolz, weil Bayreuth damit die einzige oberfränkische Stadt war, in der alle Schultypen vertreten sind.

1971 - erstmalige Durchführung der Abiturprüfung

Die erste Abiturprüfung wurde mit nur acht Prüflingen durchgeführt. Im ersten Jahrzehnt der Schule waren es nie mehr als 18 Abiturienten. Bevor die ersten eigenen Fünftklässler zur Abschlussprüfung antraten, wurde die Oberstufe von Kindern aus dem siebenjährigen Gymnasium und von sehr guten ehemaligen Handelsschülern und Realschulabsolventen besucht, die noch ihr Abitur machen wollten.

1973 - Umzug in das neue Schulgebäude am Sportpark

Das schnelle Wachstum der Schule bewirkte eine große Raumnot. Die Klassen mussten auf vier verschiedene Gebäude verteilt werden, die bis zu zwei Kilometer von der Stammschule entfernt waren. Auch die Entscheidung, mit dem Schuljahr 1972/73 die siebenjährige Form des Gymnasiums auslaufen zu lassen, brachte keine Erleichterung. Deswegen war man sehr froh, dass im September das neue Schulgebäude am Sportpark endlich bezugsfertig war und alle Schüler in einem Gebäude untergebracht werden konnten. In diesem Schuljahr wurde auch der mathematisch-naturwissenschaftliche Zweig neu eingeführt.

1979 - Zweiter Platz im Bundeswettbewerb Schwimmen

Das WWG legte unter Oberstudiendirektor Ebersberger großen Wert auf den Sport. Nach ersten Erfolgen auf Landesebene wurde der zweite Platz im Bundeswettbewerb Schwimmen ganz besonders gefeiert. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass mit Heidi Reineck, später Oliwa, die bei den Olympischen Spielen in Mexico und München eine Bronzemedaille gewonnen hatte, eine erfahrene Leistungssportlerin als Trainerin und Fachlehrerin gewonnen werden konnte.

1982 - Eigenständigkeit der Wirtschaftsschule und Umzug in ein neues Gebäude

Nachdem dies mehrere Jahre lang in der öffentlichen Diskussion gestanden war, wurde die Trennung von der Wirtschaftsschule nun Wirklichkeit. Die räumliche Situation war zu beengend geworden, nachdem wegen der hohen Meldezahlen bis zu sechs Eingangsklassen gebildet werden mussten. Jetzt konnten wieder alle Schüler im eigenen Schulgebäude untergebracht werden.

1985 - Bundesverdienstkreuz für den Schulleiter

Auf Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten verlieh der Bundespräsident an Oberstudiendirektor Ebersberger im Juni 1985 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Kultusminister Prof. Hans Maier würdigte bei der Überreichung vor allem die Verdienste als Leiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums und sein ehrenamtliches Engagement. Im Jahre 1993 folgte die Verleihung des Verdienstkreuzes  1. Klasse durch Kultusminister Zehetmair.

1990 - Video AG

Die Video-AG hat an der Schule eine lange und erfolgreiche Tradition. Über Jahre hinweg gab es die „WWG-News“, die in der Pause über das Schulgeschehen der letzten Zeit informierten. Der Film „Umwelt suchen – aber Wohlstand buchen“ belegte bei einem bundesweiten Wettbewerb den zweiten Platz. Der Preis wurde von Bundespräsident Richard von Weizsäcker in der Bonner Villa Hammerschmitt übergeben.

 

1992 - Aufstockung des Westbaus

Während der Baumaßnahme mussten Klassen in andere Schulen und in die alte Musikschule in der Richard-Wagner-Straße ausgelagert werden. Nachdem der Bau abgeschlossen war, gab es endlich ein genügend großes Lehrerzimmer, in dem alle Platz hatten, aber die Raumnot war noch nicht beseitigt.

1998 - Aufstockung des vorderen Teils des Zentralbaus

Der scheidende Schulleiter Ebersberger war sehr zufrieden, dass der Stadtrat in seinem letzten Amtsjahr diesen Beschluss fasste, weil diese fünf neuen Räume die beengte räumliche Situation etwas entspannten. Inzwischen besuchten mehr als 1200 Schüler das WWG.

1998 - Tanz-AG in der Olympiahalle

Seit Andrea Hilger an der Schule unterrichtet, bekam der Tanz einen großen Stellenwert. Nach dem Gewinn des Landesfinales im Stepptanz wurde die Gruppe zum Olympiatag in die Münchener Olympiahalle eingeladen, um vor 10.000 Zuschauern aus aller Welt ihre Choreographie vorzuführen.

2000 - Plötzlicher Tod des neuen Schulleiters

Kurz nachdem das Kultusministerium „die verständnisvolle und kooperative Grundhaltung der Schulleitung und der Lehrkräfte des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums bei der Durchführung des Abiturs gewürdigt“ hatte, starb am 8. Oktober völlig überraschend der neue Schulleiter Werner Weber. Der langjährige Stellvertreter, Ulrich Tietz, musste in seinem letzten Dienstjahr die Leitung übernehmen, bis dann mit Ablauf des Schuljahres Gerhard Kraus neuer Direktor wurde.

2001 - Gründung der „Freunde und Förderer des WWG“

Zwei Lehrer, Heinz Lorenz und Bernd Völkl, ergriffen die Initiative und riefen mit einem guten halben Dutzend ehemaliger Schüler, den Förderverein ins Leben, der seitdem die Schule finanziell unterstützt und das Schulleben bereichert, z.B. dadurch dass ehemalige Schüler zu Vorträgen in ihre alte Schule kommen. Erster Vorsitzender wurde Stefan Hertel, der nach mehr als einem Jahrzehnt von Ingo Jeray abgelöst wurde. Inzwischen zählt der Verein etwa 500 Mitglieder.

2003 - Run for Help

Die erste große Benefiz-Aktion der Schule, der „Run for Help“, der in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft durchgeführt wurde, war auch in vielen Unterrichtsfächern ein Thema. Sie wurde von der ganzen Schulfamilie engagiert mitgetragen, so dass der neue Schulleiter Gerhard Kraus einen Scheck in Höhe von 20.500 Euro übergeben konnte.

2009 - Spontane Schülerdemonstration vor dem Rathaus

Als die fest zugesagte weitere Aufstockung des Zentralbaus vom Stadtrat erneut verschoben wurde, kochte in der Schule die Wut der Schüler hoch. Diese Stimmung entlud sich in einer spontanen Demonstration vor dem Bayreuther Rathaus. Der Beginn der Baumaßnahme wurde dann für 2010 versprochen.

2011 - Aufstockung des restlichen Teils des Zentralbaus

Damit bekam die Schule hochmoderne Fachräume und zusätzliche Klassenzimmer, wodurch die Platznot erst einmal behoben war. In den nächsten Jahren wurden dann auch die Fachräume im Erdgeschoss modernisiert.

2014 - DKMS-Schulprojekt: Große Typisierungsaktion

Im Lauf des Schuljahres wurde das Thema „Stammzellenspende“ intensiv bearbeitet. Höhepunkt war dann der Spendenlauf, bei dem etwa 13000 Euro erlaufen wurden. Mehr als 200 ältere Schüler nahmen an der Typisierungsaktion teil, sechs von ihnen haben inzwischen Stammzellen gespendet und konnten damit zum Lebensretter werden.

2015 - Großes Fest zum 50jährigen Bestehen des WWG

Nach vorsichtigen Schätzungen kamen weit mehr als 2000 Gäste nach Bayreuth, um das Jubiläum ihres Gymnasiums zu feiern. Zu dem Fest reisten auch Ehemalige aus anderen Erdteilen an, um ihre Schulkameraden von damals wieder zu treffen.